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Das wichtigste auf einen Blick

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Anorexia nervosa ist eine behandlungsbedürftige Essstörung und deutlich mehr als bewusste Ernährung oder vorübergehender Appetitverlust.

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Typisch sind anhaltende Nahrungseinschränkung, starke Gewichtssorgen und ein Selbstwert, der eng an Figur oder Kontrolle gebunden ist.

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Biologische, psychologische und soziale Faktoren wirken zusammen; Unterstützung ist auch ohne vermeintlich „ausreichend schweres“ Untergewicht sinnvoll.

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Störungsspezifische Psychotherapie, Ernährungsrehabilitation und medizinische Begleitung können gemeinsam eine tragfähige Veränderung unterstützen.

Was ist Anorexia nervosa?

Anorexia nervosa ist eine Essstörung, bei der eine anhaltend eingeschränkte Energieaufnahme zu einem für die Person bedeutsam niedrigen Körpergewicht führt oder dieses aufrechterhält. Hinzu kommen meist eine starke Angst vor Gewichtszunahme sowie ein verzerrtes oder übermäßig gewichtsbezogenes Selbstbild. Bewusste Ernährung, sportliche Ziele oder vorübergehend geringer Appetit sind damit nicht gleichzusetzen. Die Erkrankung kann Menschen verschiedener Geschlechter und Körperformen betreffen. Die folgenden Bereiche erläutern Formen, Bezeichnungen und Klassifikation. Eine frühzeitige fachliche Behandlung kann körperliche und psychische Risiken verringern.

Abgrenzung und Schweregrade bei Anorexia nervosa

Nicht jede Gewichtsabnahme oder kontrollierte Ernährung ist eine Anorexia nervosa. Entscheidend sind das Gesamtmuster aus eingeschränkter Nahrungsaufnahme, Gewichtsentwicklung, Angst vor Gewichtszunahme, Körperselbstbild und gesundheitlichen Folgen.

Abzugrenzen sind andere Essstörungen, Depressionen mit Appetitverlust, vermeidend-restriktive Ernährungsstörungen ohne Gewichts- oder Figurmotiv sowie körperliche Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Magen-Darm-, Hormon- und Stoffwechselerkrankungen. Auch Medikamente können Gewicht und Appetit beeinflussen.
Restriktive Verläufe und Verläufe mit Essanfällen oder kompensatorischem Verhalten werden unterschieden. Übergänge zwischen Essstörungsdiagnosen sind möglich und erfordern eine sorgfältige Verlaufsbeurteilung.
Zur Schwereeinschätzung gehören nicht nur Gewicht oder Body-Mass-Index. Ebenso wichtig sind Geschwindigkeit des Gewichtsverlusts, Kreislauf, Laborwerte, Essverhalten, psychische Belastung, Suizidalität und funktionelle Einschränkungen. Auch bei einem Gewicht außerhalb klassischer Untergewichtsgrenzen können ernsthafte medizinische Folgen bestehen.

Synonyme und Bezeichnungen für Anorexia nervosa

Anorexia nervosa, Magersucht und Anorexie sind die geläufigsten Bezeichnungen. Der folgende Überblick ordnet Fach- und Alltagssprache sowie die etablierten Verlaufsformen ein und weist auf missverständliche Verkürzungen hin.

Anorexia nervosa

Magersucht

Anorexie

Restriktiver Typ

Binge-Eating/Purging-Typ

Atypische Anorexia nervosa

Anorexia nervosa ist die fachlich eindeutige Bezeichnung. Magersucht ist im Deutschen verbreitet, kann aber verkürzend wirken. Anorexie bedeutet medizinisch eigentlich Appetitlosigkeit und ist allein deshalb weniger präzise.

Beim restriktiven Typ stehen Einschränkung der Nahrungsaufnahme und gegebenenfalls übermäßige Bewegung im Vordergrund. Beim Binge-Eating/Purging-Typ kommen Essanfälle oder kompensatorische Verhaltensweisen vor.

Atypische Anorexia nervosa bezeichnet Konstellationen, in denen zentrale Merkmale vorliegen, aber nicht sämtliche Vorgaben der klassischen Form erfüllt werden. Der Begriff bedeutet nicht, dass die Belastung harmlos ist.

Codes und Klassifikation bei Anorexia nervosa

Codes erfassen Gewicht, Symptomkonstellation und Verlauf je nach System unterschiedlich. Die diagnostische und medizinische Einschätzung darf nicht allein anhand einer Gewichtsangabe erfolgen.

ICD-10-GM:

F50.0

ICD-10-GM:

F50.1

ICD-11:

6B80

DSM-5:

307.1

ICD-10-GM: F50.0 bezeichnet Anorexia nervosa. F50.1 steht für atypische Anorexia nervosa, wenn das klinische Bild deutlich ist, aber ein oder mehrere Kernmerkmale fehlen.

ICD-11: 6B80 unterscheidet unter anderem nach Gewichtsstatus, Remission und Verlauf mit restriktivem Muster oder Binge-Eating/Purging-Verhalten.

DSM-5: 307.1 bezeichnet Anorexia nervosa. Es unterscheidet einen restriktiven und einen Binge-Eating/Purging-Typ; der Schweregrad wird unter Einbezug des BMI und der klinischen Gesamtsituation spezifiziert.

Tritt häufig zusammen auf mit:

Depressiven Störungen

Angststörungen

Posttraumatischen Belastungsstörungen

Substanzbezogenen Störungen

Auf einen Blick: Die Fakten

Häufiger Beginn in der Jugend

Die Erkrankung beginnt besonders häufig während der Adoleszenz, kann aber auch früher oder im Erwachsenenalter auftreten.


Alle Geschlechter können betroffen sein

Diagnosen werden bei Mädchen und Frauen häufiger gestellt; Anorexia nervosa kommt jedoch ebenfalls bei Jungen, Männern und nichtbinären Menschen vor.


Medizinische Risiken sind möglich

Mangelernährung kann zahlreiche Organsysteme betreffen. Das aktuelle Gewicht allein bildet das gesundheitliche Risiko nicht zuverlässig ab.


Psychische Begleiterkrankungen sind häufig

Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen können zusätzlich bestehen und sollten in Diagnostik und Behandlung berücksichtigt werden.

Quellen

LinkZwei diagonal ineinandergreifende Kettenglieder als Symbol für einen Verweis

S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung der Essstörungen

LinkZwei diagonal ineinandergreifende Kettenglieder als Symbol für einen Verweis

WHO ICD-11

LinkZwei diagonal ineinandergreifende Kettenglieder als Symbol für einen Verweis

LinkZwei diagonal ineinandergreifende Kettenglieder als Symbol für einen Verweis

Woran erkennt man Anorexia nervosa?

Im Zentrum stehen eine anhaltende Einschränkung der Nahrungsaufnahme sowie die starke Bindung von Selbstwert oder Sicherheit an Gewicht, Figur und Kontrolle. Wie sichtbar diese Merkmale sind und wie sie sich im Alltag zeigen, kann individuell stark variieren.

UrsachenGehirn von oben mit zwei Hälften

Im Denken

  • Häufiges Kreisen um Essen, Kalorien, Gewicht oder Bewegung
  • Strenge Regeln darüber, was, wann oder wie viel gegessen werden darf
  • Große Sorge vor Gewichtszunahme oder Kontrollverlust
  • Selbstbewertung vorwiegend anhand von Figur, Gewicht oder Disziplin

Wann Hilfe suchenHerz als Symbol für Zuwendung und Unterstützung

Im Fühlen

  • Angst oder starke Anspannung rund um Mahlzeiten
  • Schuld oder Scham nach dem Essen
  • Unsicherheit gegenüber dem eigenen Körper
  • Gereiztheit, Niedergeschlagenheit oder emotionaler Rückzug

Im Verhalten und KörperRuhig stehende Person als Symbol für Körper und Verhalten

Im Verhalten und Körper

  • Mahlzeiten auslassen, stark verkleinern oder ritualisieren
  • Gemeinsames Essen vermeiden oder Ausreden dafür finden
  • Übermäßige Bewegung oder andere gewichtsbeeinflussende Verhaltensweisen
  • Frieren, Schwäche, Schwindel oder Konzentrationsprobleme

Wie sich Anorexie anfühlen kann

Leonie, 31, arbeitet in einer Steuerkanzlei und gilt als zuverlässig, organisiert und belastbar. Nach außen wirkt ihr Alltag geordnet; innerlich plant sie jedoch schon morgens, wie sie Mahlzeiten verkleinern und Bewegung unterbringen kann. Ein gemeinsames Mittagessen mit Kolleginnen löst Anspannung aus, weil sie Menge und Zutaten nicht genau kennt. Sie sagt kurzfristig ab und arbeitet weiter, was zunächst Erleichterung bringt. Später kreisen ihre Gedanken um das versäumte Essen, ihr Gewicht und die Frage, ob sie noch mehr Kontrolle brauche. Sie friert häufig, schläft schlecht und kann sich in Besprechungen schwerer konzentrieren, erklärt dies aber mit beruflichem Stress. Einladungen lehnt sie zunehmend ab, und Gespräche mit ihrem Partner enden oft gereizt. Als sie an einem freien Wochenende trotzdem keine Ruhe von Regeln und Berechnungen findet, erzählt sie erstmals einer vertrauten Freundin, wie eingeengt sie sich fühlt, und erwägt fachliche Unterstützung.

Fiktives Beispiel zur Veranschaulichung – Ähnlichkeiten mit realen Personen sind zufällig.

Wie entsteht Anorexia nervosa?

Anorexia nervosa hat meist nicht eine einzelne Ursache. Vielmehr können biologische Anfälligkeit, persönliche Lernerfahrungen und soziale Belastungen zusammenwirken; weder Betroffene noch Angehörige tragen daran schlicht „Schuld“, und die Erkrankung ist keine Frage mangelnder Willenskraft.

Genetische Einflüsse können die Anfälligkeit für Anorexia nervosa mitbestimmen. Auch Temperamentsmerkmale und die Reaktion von Hunger-, Belohnungs- und Stresssystemen können beteiligt sein. Solche Faktoren erhöhen möglicherweise ein Risiko, legen aber keine Erkrankung fest.
Ausgeprägter Perfektionismus, ein unsicherer Selbstwert oder Schwierigkeiten im Umgang mit belastenden Gefühlen können die Entwicklung begünstigen. Eine zunächst überschaubar wirkende Ernährungsregel kann Sicherheit oder Anerkennung vermitteln. Rigide Regeln und die Folgen von Mangelernährung können die Störung später zusätzlich aufrechterhalten.
Schlankheitsnormen, Gewichtsstigmatisierung, leistungsbezogene Erwartungen und belastende Kommentare über Körper oder Essen können eine Rolle spielen. Übergänge, Konflikte oder Verlusterfahrungen können zusätzliche Belastungen darstellen. Kein einzelner familiärer oder gesellschaftlicher Faktor erklärt die Erkrankung allein.

Der aufrechterhaltende Kreislauf von Kontrolle und Einschränkung

Wenn Selbstwert und Sicherheit stark von Figur, Gewicht oder deren Kontrolle abhängen, können strenge Essregeln kurzfristig beruhigend wirken. Einschränkung und Gewichtsverlust vermitteln zunächst das Gefühl, etwas im Griff zu haben. Mangelernährung kann jedoch Denken, Gefühle und Aufmerksamkeit verengen. Essen und Gewicht rücken dadurch noch stärker ins Zentrum, Sorgen und Kontrollbedürfnis nehmen zu – und strengere Regeln erscheinen erneut notwendig. Dieser Mechanismus ist Teil kognitiv-verhaltenstherapeutischer Erklärungsmodelle für Essstörungen, unter anderem des transdiagnostischen Modells von Fairburn. Veränderung kann dort ansetzen, wo Regeln flexibler werden, der Körper verlässlich versorgt wird und andere Grundlagen für Selbstwert und Sicherheit entstehen. Solche Schritte werden individuell, geplant und mit angemessener medizinischer Begleitung entwickelt.

Selbsttest für Anorexia nervosa

Ein orientierender Essstörungsfragebogen wie der deutschsprachige EDE-Q kann helfen, belastende Gedanken und Verhaltensweisen rund um Essen, Figur und Gewicht einzuschätzen. Das Ergebnis ersetzt keine fachliche Diagnostik.

Der Test ersetzt keine Diagnose – eine verlässliche Einschätzung ist nur im persönlichen Gespräch möglich.

Wann sollte man Hilfe suchen?

Es gibt keinen „richtigen“ Schweregrad, ab dem man Unterstützung suchen darf. Ein Gespräch kann sinnvoll sein, wenn eines davon auf Sie zutrifft:

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Gedanken an Essen, Gewicht oder Bewegung bestimmen seit einiger Zeit große Teile Ihres Tages.

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Sie schränken Mahlzeiten zunehmend ein oder Ihre Essregeln werden immer strenger.

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Gemeinsames Essen, Einladungen oder andere Alltagssituationen werden aus Angst oder Anspannung vermieden.

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Körperliche Beschwerden wie Schwäche, Schwindel, Frieren oder Kreislaufprobleme treten auf.

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Arbeit, Studium, Beziehungen oder Freizeit leiden unter dem Essverhalten und seinen Folgen.

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Sie möchten etwas verändern, erleben die Regeln oder Ängste allein aber als kaum überwindbar.

Wenn es grade nicht warten kann

Wenn Sie Gedanken haben, sich etwas anzutun, oder sich in einer akuten Krise befinden, holen Sie sich bitte sofort Unterstützung – Sie müssen damit nicht allein bleiben:

Telefonseelsorge

0800 111 0 111
(rund um die Uhr, kostenfrei)

Krisendienst

www.berliner-krisendienst.de

im Notfall

Notruf 112 oder die nächste psychiatrische Klinik

Die Behandlung verbindet in der Regel störungsspezifische Psychotherapie mit medizinischer Verlaufskontrolle und einer schrittweisen Ernährungsrehabilitation. Je nach Alter, körperlicher Situation und Begleiterkrankungen können weitere Fachpersonen oder Angehörige einbezogen werden. Ambulantes, tagesklinisches oder stationäres Vorgehen richtet sich nach Gefährdung und Unterstützungsbedarf; Auswahl und Tempo werden möglichst gemeinsam festgelegt.

Zu Beginn werden Essverhalten, Gewichtsverlauf, körperlicher Zustand und psychische Belastungen sorgfältig eingeordnet. Daraus entsteht ein persönliches Erklärungsmodell. Bei medizinischen Risiken wird die körperliche Versorgung engmaschig abgestimmt.
Gemeinsam wird eine verlässlichere und ausreichende Nahrungsaufnahme vorbereitet. Veränderungen erfolgen strukturiert und schrittweise, während Ängste und körperliche Reaktionen besprochen werden. Ziel ist nicht bloße Anpassung an einen Plan, sondern mehr Flexibilität und Versorgungssicherheit.
Starre Annahmen über Essen, Gewicht, Figur und Kontrolle werden konkret untersucht. Verhaltensexperimente können helfen, Vorhersagen in einem tragbaren Rahmen zu überprüfen. Dabei geht es um neue Erfahrungen, nicht um Druck oder Überrumpelung.
Die Therapie arbeitet daran, Selbstwert nicht überwiegend von Gewicht, Aussehen oder Disziplin abhängig zu machen. Persönliche Bedürfnisse, Beziehungen, Fähigkeiten und Lebensbereiche erhalten wieder mehr Raum. Auch Perfektionismus oder starke Selbstkritik können einbezogen werden.
Wenn Einschränkung, Kontrolle oder Bewegung der Regulation belastender Gefühle dienen, werden alternative Strategien entwickelt. Gefühle wahrzunehmen und auszuhalten wird schrittweise geübt. Begleitende Depressionen, Ängste oder Zwänge werden in die Planung einbezogen.
Frühe Warnzeichen, Risikosituationen und hilfreiche Reaktionen werden gemeinsam festgehalten. Rückschritte gelten nicht als persönliches Scheitern, sondern als Anlass, das Vorgehen anzupassen. Ein tragfähiger Plan unterstützt den Übergang in den Alltag.

Ablauf

So läuft der Start ab

Ein klar strukturierter Prozess, der Orientierung und Sicherheit gibt.

1

KontaktanfrageBriefumschlag als Symbol für eine Kontaktanfrage

Kontaktaufnahme

Sie kontaktieren uns oder buchen einen ersten Termin online

2

ErstgesprächZwei Sprechblasen im Dialog als Symbol für das Erstgespräch

Erstgespräch

Wir lernen uns kennen und besprechen Ihr Anliegen und das weitere Vorgehen

3

Therapiestart

Wir lernen Ihre Situation genauer kennen, klären Ziele, und planen gemeinsam die Behandlung.

4

TherapiestartWachsender Pflanzenspross als Symbol für den Therapiestart

Behandlungsbeginn

Die Behandlung folgt einem roten Faden mit bewährten Methoden

FAQs

Häufige Fragen rund um das Themengebiet und die Therapie

Nein. Gewicht und äußerer Eindruck allein zeigen weder die psychische Belastung noch das medizinische Risiko zuverlässig. Auch rascher Gewichtsverlust und stark eingeschränktes Essen bei einem unauffälligen Ausgangsgewicht sollten fachlich abgeklärt werden.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Einbeziehung von Eltern oder nahen Bezugspersonen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Bei Erwachsenen kann sie ebenfalls hilfreich sein, sofern die betroffene Person zustimmt. Umfang und Rollen werden transparent miteinander geklärt.

Medikamente sind üblicherweise nicht die alleinige oder zentrale Behandlung der Anorexia nervosa. Sie können in bestimmten Situationen oder bei Begleiterkrankungen erwogen werden; Nutzen, körperliche Risiken und mögliche Nebenwirkungen müssen ärztlich geprüft werden.

Einzelne psychotherapeutische Gespräche oder Behandlungsanteile können online stattfinden, sofern die Praxis dies anbietet und die Situation dafür geeignet ist. Bei körperlicher Gefährdung bleiben persönliche medizinische Untersuchungen und gegebenenfalls eine intensivere Versorgung erforderlich.

Ja. Ambivalenz ist bei Essstörungen häufig und muss nicht vor Therapiebeginn verschwunden sein. Sie kann offen besprochen werden, ohne dass daraus mangelnde Motivation oder persönliches Versagen abgeleitet wird.

Nicolas Sander

Fachlich geprüft von

Nicolas Sander

Fachkundenachweis Verhaltenstherapie

Nachweis einer vertieften Qualifikation im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie.

Approbiert nach § 1 PsychThG

Die Approbation ist die staatliche geprüfte Zulassung zur Ausübung der Psychotherapie gemäß § 1 PsychThG.

Psychologischer Psychotherapeut

Gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung für approbierte Psychotherapeut:innen.

Zuletzt geprüft 08.07.26

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